social media ist wie teen sex

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Im ersten Talk des Tages ging es um die Frage nach der Nutzbarkeit von Communities.

Leads über Plattformen generieren
Werner-NieberleWerner Nieberle, Geschäftsführer Vogel IT Medien GmbH: Wir leben von den Leads, die wir über unsere Plattformen generieren, als Web2.0-Tool nutzen wir Xing, um hierüber zusätzliche Kontakte zu generieren. Wir haben 15.000 Leute darüber bekommen, Experten lassen sich darüber gut erreichen. Auch über Twitter produzieren wir Nutzer. Die Wikipedia nutzen wir mit neuen thematischen Beiträgen, die uns neue Leser bringen. Facebook nutzen wir, um darauf geschäftliche Applikationen zu testen.

Insgesamt: gute Plattformen, um neue Leser zu gewinnen und unsere Medien dort zu platzieren.

Wir sind kein Technologieanbieter, sondern eine Entertainment-Bude.
Stefan Zilch, myspace Sales Director in Berlin
, nutzt Social Media bereits seit ca 3 Jahren und sagt: Wir sind die Musik-Plattform. Seine Definition: Social Media ist wie teen sex. Jeder wills, keiner weiss wie. Und wenn man es gemacht hat, ist man überrascht, dass es doch nicht so gut war. Das heisst für uns: Die User wollen unterhalten werden und das müssen wir konsequent verbessern. Entertainment und Musik sind key für uns.

In Zahlen: 450.000 Bands auf myspace, damit und mit dem gesamten Musik-Content sind wir quasi auch der größte Radiosender. Und wir veranstalten Secret Shows für bisher nicht weltweit bekannte Bands. Wir sind kein Technologieanbieter, sondern eine Entertainment-Bude. Wir schaffen Content-Umfelder, in denen wir unsere Kunden platzieren.

Coca-Cola-Marketier Martin Richter: Facebook wird zu einer Art Betriebssystem im Netz, einer Plattform, die der Nutzer gar nicht mehr verlässt.

MySpace-Zilch: So etwas wie der “Ilike-Button” (facebook) ist die Zukunft der Werbung. Empfehlungen und Vertrauen sind die Währung. In Zukunft wird sich der gesamte Content-Markt permanent verändern. Die Leute werden sich überlegen, ob sie nun Sky abonnieren oder sich eine TV-App laden.

Und wohin geht die Reise beim Thema Privacy?
Richter
: Die Kunden geben zunehmend bewusst private Daten raus.
Zilch: User Targeting verbietet es, Daten von Usern rauszugeben. Diese Diskussion ist eine reine B2B-Diskussion. Die User interessiert das gar nicht. Auch Werbung kann einen Mehrwert haben, wenn sie sehr gut getargeted ist.
Nieberle: Insgesamt brauchen wir noch sehr viel Aufklärungsarbeit, damit Kids, aber auch neue User begreifen, was sie tun, wenn sie sich im Netz bewegen und kommentieren oder posten.

Und womit machen die Social Networks in 3 Jahren Geld?
Zilch/
Myspace: Mit Empfehlungen. Das ist auch die Angst von Google, niemand interessiert ein Algorithmus. In Zukunft wird jedes Wort oder Bild ein Affiliate, mit dem sich Geld verdienen lässt.

Teilnehmerstimmen: Wer macht Zusatzservices wie Business Profile managen etc.?
unisono
: Facebook, Google etc. werden erst mal weiter Daten saugen und ihre Wachstumsprobleme beseitigen. Diese stark wachsenden Anbieter müssen derzeit vornehmlich dafür sorgen, dass ihre Server nicht abrauchen..

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