"In der Web Economy wird Kommunikation zum Zwang"
“In der Web Economy wird Kommunikation zum Zwang”
Einen grundlegenden Wertewandel durch Webtechnik
prognostiziert Referent Stefan Holtel, Service Creation Mastermind
bei der Vodafone Group Services GmbH in München. Der Internet-Vordenker beschäftigt sich mit der Vorentwicklung neuer mobiler Produkte und Dienste.
Holtel zufolge führt das Internet zu einem wesentlich radikaleren Schnitt in sämtlichen Wirtschaftssektoren als viele Entscheider das gegenwärtig wahr haben möchten. “Die gegenwärtige Phase ist gekennzeichnet durch Experimentieren, Ausprobieren und Scheitern”, konstatiert Holtel und führt weiter aus: “Arbeitsprozesse werden sich zunehmend den technischen Fähigkeiten von Systemen unterordnen, Kommunikation und Kollaboration bleibt dann nicht nur mehr Möglichkeit, sondern wird zum Zwang, um konkurrenzfähig zu bleiben. Über kurz oder lang wird außerdem eine “Geschenkökonomie” die gegenwärtige “Tauschökonomie” ergänzen, während die Grenzen zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten zunehmend verschwimmen.”
Unternehmen könnten sich allerdings auf diese Entwicklung vorbereiten: Sie sollten robuste Strategien aufsetzen, um für jede mögliche Entwicklung gewappnet zu sein. Grundlegend falsch wäre es nach Auffassung von Holtel, trotz besserem Wissen an überkommenen Handlungsstrategien festzuhalten. Er stellt klar, dass die Integration des Web in das Produktportfolio eines Unternehmens eine große Herausforderung darstelle. Bekannte ökonomische Logik stände auf dem Prüfstand und lediglich homöopathische Anpassungen seien nicht ausreichend. Nur eine klar formulierte Vision könne helfen, dass Unternehmen nicht unausweichlich scheitern bei ihrem Bemühen, das Internet zu einer integralen Komponente ihrer Produktstrategie zu machen.

Prof. Dr. Marc Drüner,
Professur für Marketing und Innovationsmanagement Steinbeis-Hochschule Berlin, Media Management, Geschäftsführender Gesellschafter der trommsdorff + drüner, innovation + marketing consultants GmbH und






